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Gewerbebau
An den Speichern 6, 48157 Münster
Jurybegründung:
Ehemalige Speichergebäude der deutschen Wehrmacht aus dem Jahre 1939, welche nach dem 2. Weltkrieg von Britischen Truppen in gleich Funktion weitergenutzt wurden, erfahren in den letzten Jahren auf vorbildliche Weise eine Transformation in zeitgemäße Gewerbebauten.
Architektonisch betrachtet wurde hierbei ihr Äußeres nur geringfügig verändert. So erhielten die lang gestreckten, zuvor nahezu geschlossenen Baukörper, großzügige Haupeingänge auf den Längsseiten, neue geschosshohe Fensteröffnungen sowie eine transparente, komplett mit Glaslamellen versehene Giebelwand. Die vorhandenen Dachkörper erhielten eine metallene Dachhaut und voll verglaste Dachgauben, wodurch man sie sehr präzise von den klinkerverkleideten und zurückgesetzten Sockelgeschossen abheben konnte.
Die helle Farbfassung der Putzfassaden wurde im Ton sensibel auf das rostrote Klinkermauerwerk der verschatteten Sockelzone abgestimmt. In einer dunkleren Farbnuance gehalten, markieren die Fensterbrüstungen feine, friesartige Akzentuierungen.
Damit verbinden die Baukörper jeweils zwei dominante Einheiten: Zum einen die dunklen Sockelgeschosse, zum anderen die leicht und filigran wirkende Gebäudehülle, welche über dem Erdboden zu schweben scheint.


